DSGVO-Software oder externer Datenschutzbeauftragter? Entscheidungshilfe für KMU
What you need to know: DSGVO-Software oder externer Datenschutzbeauftragter? Entscheidungshilfe für KMU
Müssen Sie einen externen Datenschutzbeauftragten bestellen, oder reicht eine DSGVO-Compliance-Software? Dieser Leitfaden zeigt, wann Sie gesetzlich verpflichtet sind, einen DSB zu bestellen, und wann Software die effizientere und günstigere Wahl ist.
Die häufigste Frage, die uns DACH-Unternehmen mit 20 bis 200 Mitarbeitenden stellen, ist keine Fragen über Funktionen — sondern diese: Brauche ich überhaupt Software, oder sollte ich einfach einen externen Datenschutzbeauftragten bestellen?
Die ehrliche Antwort: In vielen Fällen brauchen Sie beides — aber in einer anderen Reihenfolge, als die meisten denken.
Wann Sie gesetzlich einen DSB bestellen müssen (Art. 37 DSGVO)
Die Pflicht zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten greift in drei Fällen:
1. Sie sind eine Behörde oder öffentliche Stelle — unabhängig von der Unternehmensgröße.
2. Ihre Kerntätigkeit erfordert umfangreiche, regelmäßige und systematische Überwachung von betroffenen Personen (z.B. Tracking-Dienste, Adtech, umfangreiche Profilerstellung).
3. Ihre Kerntätigkeit umfasst die umfangreiche Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten (Art. 9 DSGVO: Gesundheitsdaten, biometrische Daten, politische Meinungen, Religionszugehörigkeit usw.) oder von Daten über strafrechtliche Verurteilungen.
Das BDSG ergänzt: In Deutschland gilt zusätzlich die Pflicht, wenn in der Regel mindestens 20 Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind (§ 38 Abs. 1 BDSG).
Wenn keiner dieser Fälle zutrifft, sind Sie nicht verpflichtet, einen DSB zu bestellen — auch nicht bei 200 Mitarbeitenden.
Was ein externer DSB kostet
Ein qualifizierter externer Datenschutzbeauftragter kostet in Deutschland typischerweise:
| Unternehmensgröße | Kostenrahmen/Monat | |---|---| | 10–50 Mitarbeitende | 200–500 € | | 50–200 Mitarbeitende | 400–1.200 € | | 200–500 Mitarbeitende | 800–2.500 € |
Hinzu kommen Einrichtungskosten (typisch 1.000–3.000 €) und Kosten für Reaktionen auf Datenschutzvorfälle außerhalb des Grundpakets.
Was DSGVO-Software kostet und leistet
DSGVO-Compliance-Software deckt die operativen Kern-Workflows ab, die ein DSB begleitet, aber nicht ersetzt:
- Verarbeitungsverzeichnis (VVT) nach Art. 30
- Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) nach Art. 35
- Verwaltung von Betroffenenanfragen (Auskunft, Löschung, Berichtigung) mit 30-Tage-Fristtracking
- Auftragsverarbeitungsverträge (AVV) und Lieferantenübersicht
- Meldung von Datenschutzverletzungen nach Art. 33 (72-Stunden-Frist)
- Schulungsunterlagen für Mitarbeitende
EuroComply Pro (149 €/Monat) deckt alle diese Workflows ab. Das entspricht einem monatlichen Einsparungspotenzial von 250–1.050 €/Monat gegenüber einem externen DSB — wenn Sie nicht verpflichtet sind, einen zu bestellen.
Die Entscheidungsmatrix
| Situation | Empfehlung | |---|---| | DSB-Pflicht nach Art. 37 / § 38 BDSG | DSB bestellen + Software für operative Dokumentation | | Keine Pflicht, aber komplexe Verarbeitung (z.B. Gesundheitsdaten) | DSB oder zertifizierter Berater + Software | | Keine Pflicht, Standard-B2B-Verarbeitung | DSGVO-Software ausreichend | | Keine Pflicht, einfache Datenlage (<20 automatisierte Verarbeiter) | DSGVO-Software ausreichend | | Datenschutzverletzung oder Aufsichtsbehördenanfrage | Rechtliche Beratung hinzuziehen — unabhängig von Software/DSB |
Fazit
Wenn Sie unter keiner Bestellungspflicht stehen und Ihre Datenlage keine umfangreiche Verarbeitung besonderer Kategorien umfasst, ist DSGVO-Software die wirtschaftlichere und oft auch die wirksamere Wahl — weil sie den Compliance-Prozess für Ihr Team skaliert, statt ihn an eine Person zu delegieren.
Wenn Sie bestellungspflichtig sind: Software und DSB schließen sich nicht aus. Ein guter DSB wird die Software schätzen, weil sie ihm die operative Arbeit abnimmt und ein strukturiertes Verarbeitungsverzeichnis liefert.
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Dieser Beitrag ist allgemeine Information und keine Rechtsberatung. Für konkrete Compliance-Fragen wenden Sie sich an einen qualifizierten Datenschutzberater oder Rechtsanwalt.
Key takeaways: DSGVO-Software oder externer Datenschutzbeauftragter? Entscheidungshilfe für KMU
This article covers: Wann Sie gesetzlich einen DSB bestellen müssen (Art. 37 DSGVO), Was ein externer DSB kostet, Was DSGVO-Software kostet und leistet.
- Wann Sie gesetzlich einen DSB bestellen müssen (Art. 37 DSGVO)
- Was ein externer DSB kostet
- Was DSGVO-Software kostet und leistet
- Die Entscheidungsmatrix
- Fazit
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